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Kunst und Kultur Unnützes Wissen

Wie Tarzan das Jodeln lernte

Aus der Reihe unnützes Wissen präsentiere ich euch heute die Story, wie Tarzan das Jodeln lernte.

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Straßen der Erinnerung

Die Hühner auf dem Dorfe

Ich habe in dieser Woche für eine meiner Webseiten eine Rezension zu einem Gartenratgeber verfasst: Das Hühnerbuch. Handbuch zur Haltung glücklicher Hühner.

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Da denke ich so drüber nach Natur Politisches Straßen der Erinnerung

Wann wird es mal wieder richtig Sommer?

So sang Rudi Carell einst und traf damit den Nerv der (damaligen) Zeit.

Heute ist es anders. Der Sommer ist da und nun passt es den Leuten auch nicht.

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Da denke ich so drüber nach Politisches

Mitleid mit der SPD

Ja, nach der Europawahl und den Kommunalwahlen empfinde ich Mitleid mit der SPD. Oder nennen wir es nicht Mitleid, sondern eher Enttäuschung und teilweise Entsetzen.
Enttäuschung, weil es nach Rezos Video eher die CDU/CSU massiv hätte treffen müssen und Entsetzen, weil ich im Falle des Ostens genau sehe, wohin die Wählerstimmen geflossen sind.

Machen wir uns keine falschen Hoffnungen, der Erfolg der Grünen ist eine Eintagsfliege und die Situation stellt sich (betrachtet man Europa und auch Deutschland differenzierter) doch ganz anders da, als der grüne Hype uns weismachen will. Oftmals wanderten die verlorenen SPD Wählerstimmen in das braun-blaue Lager von NPD und AfD, jedenfalls im Osten geht man da pragmatischer an die Sache heran. Da benötigt der Wähler keine Verrenkungen des Rückgrats, um gestern CDU, heute SPD und morgen AfD zu wählen.

Und nun wird wieder viel analysiert werden. Es wird Apelle geben. Man wird noch mehr „zusammenstehen müssen“, „besser kommunizieren“ und „das Profil schärfen“. Alles Sachen, die man schon nach der Bundestagswahl 2017 hatte erledigen wollen. Für mehr als eine Personalrochade hat es dann aber doch nicht gereicht.
Und dieses Mal soll nicht einmal das stattfinden. An vor allem zwei Personen kristallisiert sich jetzt die Kritik und die Wut der Parteigenossen: Andrea Nahles und Katarina Barley.
Ja, die Voraussetzungen für die SPD waren nicht wirklich gut, aber dieser einschläfernde Wahlkampf von „mehr ging nicht“ Barley war doch nicht nötig. Nun räumt die Dame ihren Ministerposten und geht als geprügelte Hündin nach Brüssel und nimmt einen Teil der Verantwortung für zweistelligen Prozentverlust mit sich.
Frau Nahles wird wohl oder übel einen ihrer Posten abgeben (müssen). Wenn sie schlau ist, wird das der unnütze Fraktionsvorsitz sein. Als Parteichefin hat sie immerhin noch ein wenig Gestaltungsspielraum, wenn sie denn wirklich nochmal Kanzlerin werden möchte (hüstel). Allerdings rücken bereits jetzt viele „Parteifreunde“ mit der Säge in der Hand an, um die ungeliebte und erfolglose Nahles loszuwerden. Kampflos wird sie ihren Stuhl allerdings nicht räumen, das hat sie schon durchblicken lassen, und wenn man ehrlich ist, wird sie sogar noch gebraucht. Landtagswahlen im Osten und damit weitere Schlappen stehen an und wer auch immer neu auf diesen Posten gewählt worden wäre, müsste gleich zu Beginn seiner Amtszeit 3 krachende Niederlagen verantworten. Dazu kommt die (ernüchternde) „Halbzeitbilanz“ im Wirken in der Großen Koalition, die man auf Seiten der Sozialdemokraten dafür nutzen könnte, entweder die GroKo platzen zu lassen oder schnell noch mit der durchgedrückten Grundrente und etwas Klimaschutz zu punkten. Jedenfalls, so sehr auch Kühnert und Co. giften werden (und wahrscheinlich irgendwo Recht haben): jetzt die GroKo zu verlassen und wieder mal das Führungspersonal auszutauschen und dann bei den Landtagswahlen so richtig baden zu gehen, das wäre einfach suboptimal.
Nahles abzulösen, dafür wäre beim Parteitag Endes des Jahres immer noch Zeit und Gelegenheit. Die Kandidaten könnten sich in Stellung bringen und Nahles die anstehenden Wahlniederlagen als eine Art Bad Bank für sich verbuchen. Und dann kommen Gestalten wie z.B. der Buchhändler aus Würselen zurück, womit wir endgültig beim Thema Mitleid wären.

Mir persönlich ist das Schicksal der angesprochenen Personen relativ egal, und auch ob es die alte Tante SPD nochmal schafft, sich auf ihren Markenkern zu konzentrieren oder an der „Strategiefähigkeit“ zu arbeiten (alles Bullshit Bingo) – aber wenn man sieht, durch was oder wen die verlassenen Altäre bevölkert werden, dann wünsche ich mir eine stabile und verlässliche SPD zurück. Das jetzt hat sich nicht verdient und die Konsequenzen daraus haben auch WIR nicht verdient.

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Da denke ich so drüber nach Politisches

„Die Zerstörung der Annegret Kramp Karrenbauer“

Dass ich mal ein indirektes Lob über Angela Merkel schreiben werde – wer hätte das gedacht?

So sehr ich den „Merkel muss weg“ Ruf mal verstehen konnte (den Ruf, nicht die die ihn rufen), so sehr hat mich die Frage umgetrieben: wenn Merkel mal weg ist, was kommt dann?

Nun wissen wir, wie der Plan in etwa aussehen sollte. Annegret Kramp Karrenbauer wurde erst in das Amt der Parteichefin gehievt, um dann in einem geräusch- und lautlosen Übergang Angela Merkel als Kanzlerin zu beerben.

Und jetzt, nach mißglückten Karnevalsscherzen, der desaströsen Europa- und den nicht berauschenden Kommunalwahlen, dem Rezo Video und dem damit verbundenen, beunruhigenden Vorstoß zur Beschneidung der Meinungsfreiheit kann man nur eines festhalten:

Angela Merkels Schuhe sind Annegret Kramp Karrenbauer zu groß, viel zu groß. Die Schuhe der Parteichefin ohnehin und die Schuhe als Kanzlerin erst recht.

AKK kann Partei nicht und sie kann Kanzlerin nicht.
Nicht, dass ich Merkel in ihrer Rolle als Regierungschefin groß vermissen würde (ihr willentlicher Mangel an politischer Gestaltung ist bei der aktuellen Problemlage einfach nicht vermittelbar), aber der Schock über das nachfolgende Personal sitzt einfach zu tief.
Durch das unglückliche Agieren von AKK in der kurzen Zeit seit ihrer Beförderung bemerken wir erst einmal, wie lautlos und unauffällig Merkel regiert. Durch die ganzen Jahre mit der „stillen Mutti“ ist in uns die Überzeugung gewachsen, dass das ganz normal wäre. Ist es aber offensichtlich nicht. AKK sieht keinen Grund, irgendetwas zu ändern – sehen die CDU Granden das genauso? Wer in dieser personelle ausgebluteten, ehemaligen Volkspartei sollte sie ersetzen? Friedrich Merz? Ursula von der Leyen? Jens Spahn??

Das ist eben auch die Tragik der Angela Merkel. So sehr sie zur Lichtgestalt und Heilsbringerin der Christdemokraten wurde, so sehr lichtete sich die zweite Reihe. Nach ihr kommt lange nichts. Entweder, weil sie alles weggebissen hat oder aufstrebende Talente in ihrer nun überlangen Regierungszeit versauerten.
Kramp Karrenbauer war handverlesen und der eindeutige Wunsch Merkels für ihre Nachfolge. Diese offensichtliche Nicht-Eignung AKKs kann Merkel nicht entgangen sein. Wenn doch, muss man sich fragen, wann ihr das Urteilsvermögen abhanden gekommen ist und wenn nicht, was für einen Grund gerade diese Personalentscheidung hatte. Wollte Angela Merkel ihrer Partei nachträglich eins reinwürgen? Hat der Verlust des Parteivorsitzes sie so sehr gekränkt, dass sie eine blasse Nachfolgerin installierte, um allen zu zeigen, was für einen Fehler sie mit ihrer Demontage machen?
Man wird es wohl nie herausfinden.
Allerdings wird sich wiederum die Zukunft der AKK bald entscheiden. Ihre internen Kritiker begehren immer lauter auf, sie hat gewisse Diskussionen in ihrer Partei nicht mehr im Griff (CO2 Steuer) und bei den kommenden Landtagswahlen im Osten droht die CDU von der AfD überholt zu werden. Und wie man so hört, sind die Wahlkämpfer vor Ort überhaupt nicht mit der fehlenden Unterstützung aus dem Konrad Adenauer Befehlsbunker einverstanden. Ein Putsch wird früher oder später wahrscheinlich.

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Da denke ich so drüber nach

Der motorisierte Individualverkehr wird sterben

Ich weiß nicht, wie das Automobil der Zukunft aussehen wird, wer es baut oder über welches System bzw. Energiequelle es angetrieben wird – ich bin mir aber sicher, dass im Zuge dieser Entwicklung der motorisierte Individualverkehr sein Ende finden wird.

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Allgemein Da denke ich so drüber nach Ich schaue fern

Eine kleine Notiz an Heidi Klum

Liebe Heidi Klum,

 

vor ein paar Jahren noch habe ich Deine Show „Germanys next Topmodel“ sogar per Blog begleitet.

Schon damals war die Sendung so durchsichtig wie unterhaltsam. Das hat sich bis heute nicht geändert. Gut, Du hast Dich von Deinen letzten Stichwortgebern (euphemistisch „Jury“ genannt) und dem Maybelline-Boris getrennt – aber im Großen und Ganzen bist Du dem Konzept treu geblieben. Einen Menschenzoo vorführen und nebenbei ein „Topmodel“ suchen, nach dem keiner gefragt hat. Es ist nicht so, dass die Branche auf das Resultat Deiner jährlichen Suche dringend angewiesen ist. Die Agentur Deines Vaters schon eher.

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Da denke ich so drüber nach

Rückkehren ist schwerer als man denkt

Um Silvester, als wir die Jahreswende im großartigen Gutshof Andres in Pettstadt/Kirchlauter verbracht haben, traf ich morgens beim Frühstück auf Dirk und Ulrich aus Berlin. Also derzeit in Berlin lebend. Wie bei vielen Wahlberlinern ist die originale Herkunft ja mehr oder weniger „exotisch“ und die größten Geistesriesen waren Zugezogene. Das ist eben die große Kraft Berlins, z.B. auch Schwaben und Nordlichtern irgendwie zu integrieren und wenn schon nicht integrieren, dann eben eine friedliche Co-Existenz zu bieten.
Dirk und Ulrich kamen jetzt weder aus dem hohen Norden noch Schwaben, konnten aber jeder für sich eine ähnlich schöne Herkunft vorweisen. Und da alle anderen Silvestergäste schon am Neujahrstag abgereist waren, störte es nicht, dass sich im Pavillon zum Frühstück ein recht unterhaltsames Gespräch entwickelte.
Natürlich kommen auch die Themen, wie Heimat und Herkunft zur Sprache und was man vermisst oder endlich froh ist, hinter sich gelassen zu haben. Es ist ja immer von der Einstellung eines jeden Menschen abhängig, inwieweit er mit seiner Heimat verwurzelt ist, ja ob es einen „Heimatbegriff“ in seinem Denken gibt und wie der belegt ist. Jedenfalls waren beide fürbaß erstaunt, als ich meinen ausgeprägten Hang zur Rückkehr in die alte Heimat klipp und klar darlegte. Ja, könne man denn überhaupt „zurückkehren“? Also nicht räumlich, sondern in eine bestimmte Lebensphase? Würde nicht alles ganz anders sein, als zu dem Zeitpunkt als man fortging? Niemand steigt zweimal in denselben Fluß hieß es bei den griechischen Philosophen. Da ist leider viel mehr dran, als man wahrhaben möchte. Wer einmal gegangen ist, ist gegangen. Eine Rückkehr ist in dem Sinne möglich, dass man „wieder da ist“ – aber es wird nur eine Rückkehr an den Ort sein. Man kann versuchen, alles wieder so einzurichten, wie es war, bevor man ging – aber es ist nicht mehr dasselbe. In den Gedanken ist man immer noch weg und das alte Gefühl stellt sich nicht mehr ein.
In der Schlußszene von Rambo 4 sieht man John Rambo, wie er nach x Jahren auf den Kriegsschauplätzen der Welt der Farm seiner Eltern entgegengeht. Ich habe mich da schon gefragt: wie soll das denn gehen?

Ich habe große Befürchtungen, dass das alles genau so kommen wird, wenn ich dann mal „rückkehre“; obwohl ich jetzt noch gar nicht weiß, wie und wann das sein wird.
Schon während meines ersten Exils galt ich dort als „Landei“ und bei Besuchen in der Provinz als der „Städter“. Man gehört nicht mehr zu den Einen und wird auch nicht zu den Anderen zählen, egal wie man sich verrenkt und die Marotten der Ureinwohner annimmt oder kopiert. Wer nicht in diese Bredouille geraten möchte, sollte sich den Weggang ganz genau überlegen.
Ich habe dann auch an mir bemerkt, dass ich einen Schuldkomplex entwickelte. Je öfter in den Nachrichten oder Zeitungen oder im Internet die desolate Lage und Zukunftschance der alten Heimat thematisiert wurde, desto stärker wurde das schlechte Gefühl, an diesem Zustand einen gewissen Anteil zu tragen, teilschuldig zu sein. Aber manchmal geht es einfach nicht anders. (Ich hoffe, dass diese pauschale Ausrede akzeptiert wird.) Oder haben wir es uns zu einfach gemacht? Nicht selbst genug an den Umständen gearbeitet, die uns nicht gepasst haben?

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Da denke ich so drüber nach Straßen der Erinnerung

Weihnachten, Silvester – alles rum

Und dann geht es immer so schnell.

Kaum hat man sich auf die Adventszeit eingestellt und erwartet sehnsüchtig die Weihnachtstage, da ist es auch schon Neujahr. Und der ganze Zauber ist mit einem Mal verflogen.

Heute ist es nur noch der Heiligabend (vormittags wird ja noch eingekauft, was Geldbeutel und Konto hergeben) und der erste Weihnachtstag. Am 26. Dezember stellt sich ja schon so ein diffuses Gefühl ein, dass man mit diesem Tag schon nichts richtig anzufangen weiß.

Dann kommen schon diese Tage bis Silvester/Neujahr – da heißt es dann: Vorräte auffüllen. Früher als Silvester noch Saufen bedeutete, hatte das Ganze wenigstens einen Pseudo-Sinn. Heute, wo ich mich an meinem Glas Anstandssekt festhalte, warte ich diesen Sinnlos-Feiertag einfach ab.

Früher waren das wirklich mal heilige Tage für mich, Tage mit diesem gewissen Zauber. Heute warte ich, dass alles irgendwie schnell vorbeigeht und strafe mich selbst für diese Geisteshaltung.

Ich habe auch das Gefühl, dass viele andere Menschen mit dieser Zeit nicht mehr viel anfangen können. Meistens kommt dann: wir machen es eh nur noch für die Kinder oder die Kinder sind ja nun schon aus dem Haus …
Hatte Vater Hoppenstedt recht und Weihnachten ist das Fest des Kindes? Also nur des Kindes? Das könnte vielleicht einiges erklären, aber nicht Alles.
Wenn ich mich an früher erinnere, die Autofahrten in der Vorweihnachtszeit zu meiner Oma. Selbst in den kleinsten Dörfern trugen die Nadelbäume in den Vorgärten (weshalb gab es eigentlich Tannenbäume in den Vorgärten?) Lichterketten und selbst im hohen Norden standen in den Fenstern die Erzgebirgs-typischen Schwibbögen. Es gab Unmengen selbstgebackener Plätzchen und was ganz toll war: Bratäpfel aus der Ofenröhre. Ein großer Boskop oder Holsteiner Cox. Kandierte Äpfel (warum die heute unter Liebesäpfel firmieren müssen?) oder einfach welche mir Schokoüberzug.
Mistelzweige haben wir des Knisterns wegen in das Ofenfeuer geworfen. Über die Tür gehängt hat das keiner. Küssen ging ja auch so. Und irgendwie besaß jede Familie eine Weihnachtspyramide. Ja, selbst zu Ostzeiten, wo das eigentlich nur Bückware war. Heute ist es noch viel mehr Bückware – die Preise sind absurd.
Dieses Jahr hat es hier nur für einen, auf dem letzten Drücker gebastelten Adventskranz gereicht. Dazu ein paar Fröbelsterne und natürlich der Christbaum. Bei den Plätzchen wurden ein paar nach Fremdrezept gebacken, um die Unmengen von Walnüssen zu verarbeiten, die wir geschenkt bekommen hatten. Den Dresdner Christstollen hatte ich mir rechtzeitig zuschicken lassen. Dazu ein wenig Lebkuchen aus Nürnberg. Damit sind wir im Prinzip durch die Weihnachtszeit gekommen. Silvester fand dann auf dem schönsten Landgasthof statt, bei Familie Andres in Pettstadt/Kirchlauter (Hassberge). Ich möchte diese Location hier einmal mit Nachdruck empfehlen.

Jedenfalls rast diese ganze Zeit so dahin. In jedes kleine, noch so absurde Zeitfenster wird Arbeit reingequetscht. Ich bekomme bspw. noch am 24. Dezember Anfragen bezüglich sofort umzusetzender Aufgaben und Kollegen bzw. Geschäftspartner entschuldigen sich beinahe, dass sie über die Feiertage nicht arbeiten. Es gibt auch einen Haufen von Kollegen, die man zu fast jeder Zeit am 24./25./26. und 31.12. im Netz herumtollen sieht, wo sie öffentlichkeitswirksam Pixel von A nach B schubsen, um Kundenwünsche zu erfüllen. Sorry, nur weil ihr kein Leben habt, ist das nicht die Norm, der ich entsprechen will. Sucht euch ein Leben, irgendwas Sinnstiftendes. Und wenn euch Weihnachten so gar nichts gibt, dann ist das okay für euch – aber erhebt das nicht auch noch zum neuen neoliberalen Ideal und vor allem: geht mir nicht auf den Sack damit. es ist allen klar, dass diese Jesus-Weihnachts-Geburtsnummer faktentechnisch auf wackligen Füßen steht, aber ich lasse jedem seinen Glauben daran und potztausendnochmal … es muss doch eine Zeit im Jahr geben, wo sich dieses Hamsterrad einfach mal langsamer dreht!

Jedenfalls ist die Zeit nun vorbei und das Karussell dreht sich wieder. Bis Ostern ist Saure-Gurken-Zeit. Kein Feiertag von Belang (jaja ihr Rheinländer, aber Karneval funktioniert hier nicht so) und der unentschlossene Winter kann uns noch weit bis in den Frühling quälen.

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Natur

Das Wunder eines blühenden Kirschbaums

Ich war ja in der alten Heimat. Der ganz alten Heimat.

Und dort wurde ich gewahr des Wunders des blühenden Kirschbaums.

Es ist kaum zu glauben. Es passiert jedes Jahr im Frühling. Millionen Mal auf der Welt. Und dennoch ist es jedes Mal ein Wunder und wir nehmen es als alltäglich und gegeben hin – anstatt alles dafür zu tun, damit es auch im nächsten Jahr wieder ein Wunder gibt.

Der Baum „wartet“ den richtigen Zeitpunkt ab, um seine Triebe und Knospen in Stellung zu bringen. Quasi über Nacht öffnen sich Tausende von weißen, duftenden Blüten und laden Bienen sowie Hummeln ein, den Pollen zu sammeln und sich am Nektar zu laben. Eine Sinfonie in Summ. Ein Wirbelsturm der Sinneserfahrungen.

Kirschbaum in Blüte
Kirschbaum in Blüte

Dieses Jahr hat die frühlingshafte Hitzewelle sogar ein Gutes: Mit den zweistelligen Temperaturen in der Nacht gehen wir sicher, dass kein Frost die Blüten stört und wir höchstwahrscheinlich eine gute Ernte von Kirschen, Pflaumen, Birnen und Co. haben werden. Letztes Jahr ist ja viel verfroren, besonders bei den Äpfeln.